Zu Hause in der Fremde

Zu Hause in der Fremde

In 15 Tagen werde ich meine zwei Koffer nehmen, denn das wird so ziemlich alles sein was ich bis dahin noch besitzen werden, zum Flughafen fahren und nach Glastonbury fliegen. Ob ich wieder komme oder nicht, weiß ich nicht. Ich höre oft, wie mutig ich sei. Ich empfinde das nicht so. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht täglich in den Moment katapultiere, wenn die obligatorischen zwei Urlaubswochen rum sind und ich plötzlich realisiere „Scheiße, was war das denn gerade für ne Aktion.“. Wenn ich das tue, geht mir der Arsch ein bisschen auf Grundeis und mein Körper fährt Achterbahn. Das überwiegende Gefühl ist aber das selbe wie damals, als ich von zu Hause ausgezogen bin um alleine nach Hamburg zu gehen. In die große Stadt, weit weg von der Familie, auf mich allein gestellt und ohne jemanden dort zu kennen. Es fühlt sich aufregend an. So viel Neues, so viele Unsicherheiten wie was wird und ganz viel Hoffnung in das Potential der Zukunft.

Damals hat diese Erfahrung mich stärker und selbstsicherer gemacht und ich war so stolz auf mich, mein Leben mehr oder weniger gut, aber immerhin alleine gewuppt zu bekommen. Ich bin dann mehrmals umgezogen. 15 Mal wenn mich nicht alles täuscht und selbst ich mache mittlerweile Witze darüber, wie ein Zigeuner zu sein, der es nicht länger als ein Jahr irgendwo aushält und sich doch besser einen Wohnwagen kaufen sollte. Trotzdem frage ich mich, was mein Antrieb ist mich immer wieder zu bewegen. Eine meiner Schwestern hat kürzlich zu mir gesagt, sie kennt niemanden der so viel positive Energie aus Neuanfängen zieht. Woher kommt das? Ist das gut oder schlecht? Muss man es überhaupt bewerten? Neugierig bin ich schon.

Auf der einen Seite ist das in Zeiten von #bohemianlifestyle und #freespirit natürlich ziemlich cool, frei und beeindruckend. Auf der anderen Seite komme ich auch aus einer Großfamillie und frage mich: „Was stimmt denn nicht mir mir?…. mal wieder.“. Ich hatte gestern ein inspirierendes Gespräch mit einer Freundin und ich sagte irgendwann „Ich habe mich nie dazugehörig gefühlt.“ und ihre Antwort war, vielleicht sei das Gefühl fremd zu sein das, was sich für mich nach zu Hause anfühlt, nach dem Motto „Das kenn ich, da weiß ich wie meine Rolle ist.“. Ein spannender Gedanke der auf jeden Fall mit mir resoniert hat. Ich suche also immer und immer wieder die Erfahrung fremd zu sein, da ich das quasi seit meiner frühsten Kindheit kenne und es mich an zu Hause erinnert. Und fremd ist man am einfachsten wenn man irgendwo neu ist. Logisch.

Das Leben ist aber so komplex, dass ich das Gefühl habe, es ist oft nicht nur eine Sache oder eine Situation die zu einem Verhaltensmuster, einer Blockade oder einem Glaubenssatz führt sondern eine Kombination. Spielen vielleicht auch alte Leben, woran ich persönlich glaube, eine Rolle? Ich habe bisher noch nie eine Rückführung gemacht, auch wenn es mich sehr interessieren würde. Allerdings habe ich bereits die Erfahrung gemacht an Orte zu kommen die in mir eine starke Reaktion auslösen oder Menschen kennen zu lernen, mit denen man auf Anhieb eine besondere Verbindung hat die nicht einfach so aufhört oder zu erklären ist. Kann es also wirklich sein, dass ich vielleicht in einem früheren Leben eine umherwandernde Hexe oder ein Waldläufer war und gewisse Anteile mit in dieses Leben genommen habe?

Ein anderer Aspekt der mir dazu in den Sinn kommt ist, dass ich es extrem wichtig finde auf sein Herz, seine Inutition zu hören und das zu machen, was sich richtig anfühlt. Ich glaube ich habe mich zu einem gewissen Grad immer ein wenig eingesperrt und nicht ganz wie ich selbst gefühlt, wobei letzteres einem permanenten Wandel unterliegt. Ich erinnere mich noch daran, dass ich, als ich zu Hause ausgezogen war, das Gefühl hatte mehr und mehr ich selbst zu sein da ich mich in gewisser Maßen nun keinem (Familien) System mehr unterordnen musste. Irgendwie haben wir doch alle unsere Rollen in unserer Familie und es ist schwer sich daraus zu lösen. Das schwarze Schaf hat also festgestellt, dass es noch andere schwarze Schafe gibt und es nicht versuchen muss weiß zu sein. Da muss ich gerade daran denken, dass ich tatsächlich immer blond sein und helle Augen haben wollte, vielleicht liegt auch dies daran, dass ich mich dadurch mehr dazu gehörig fühlen wollte, da ich die einzige mit dunklen Haaren und dunklen Augen in der Familie bin.

Dazu kommt, dass ich daran glaube, dass das Leben magischer ist als die meisten Menschen denken, dass ich das Gefühl habe, mich durch dieses Abenteuer wieder enorm weiter entwickeln zu können und ich vielleicht auch ein bisschen dem Zauber hinterher jage, der jedem Neubeginn inne wohnt. Ich weiß nicht wie alle Anteile prozentual verteilt sind und ob es eventuell noch versteckte Anteile gibt und ich glaube ein großer Teil von mir denkt, er hätte ein Problem weil er nicht so ist wie der Großteil der Gesellschaft. Fakt ist, mir ist bewusst, dass alles Vor- und Nachteile hat. Das, nenne ich es mal „klassische Leben“ mit Heirat, Kind, Hausbau etc. bis hin zum freien Einzelgänger der von Ort zu Ort reist. Vielleicht ist weder das eine gut / richtig oder schlecht /falsch sondern es sind einfach alles andere Lebensmodelle die uns gewisse Erfahrungen bringen oder eben nicht bringen.

Ich glaube daran, dass die Seele sich einen Plan macht bevor sie inkarniert und das Erfahrungen in der Kindheit dazu dienen, diesen Plan zu leben. So mag es vielleicht sein, dass ich durch die Erfahrung des sich fremd fühlens und das sich dies gewohnt anfühlt einen Knacks abbekommen habe. Aber dieser Knacks erlaubt es mir auch so wunderschöne, intensive und aufregende Erfahrungen zu machen, da ich keine Angst vor der Fremde habe. So lange ich also kein echtes Problem damit habe, z.B. dass es mir mit diesem Lifestyle schlecht geht weil ich eigentlich gerne sesshaft werden und eine Familie gründen möchte, habe ich beschlossen nicht mehr von „meiner Störung“ zu reden sondern die Auslöser und diese Art generell als Geschenk zu sehen und anzunehmen.

Text: Julia Sieckmann

Die vier Lektionen / Glastonbury 2017 Teil 2

Die vier Lektionen / Glastonbury 2017 Teil 2

Ich sitze in der Frauenkirche auf dem Geländer der Glastobury Abbey und schließe die Augen. Die St. Michaels Leylinie verläuft direkt durch die Kapelle und ich bin gespannt ob ich heute irgendwas wahrnehme. Und plötzlich fangen meine Augen an zu flackern. Ich weiß nicht ob ich eventuell gerade wie eine Besessene wirke, aber es ist eh keiner da, den ich verschrecken könnte. Es flackern Lichter auf und ich öffne die Augen um zu sehen, ob das vielleicht daran liegt, dass sich Sonne und Wolken gerade abwechseln, doch das ist nicht der Fall. Also schließe ich die Augen wieder und das Flackern geht weiter. Es fühlt sich an, als ob ich ein Update vom Universum bekomme das gerade gedownloaded wird. Was genau das für ein Update ist, weiß ich nicht aber es fühlt sich spannend an und so bleibe ich, bis das Flackern langsam weniger wird und ich das Gefühl habe, weiter gehen zu können.

Ich bleibe auf der Leylinie und setze mich auf meinem Platz am Kopf der Abbey. Ich bin nun fast zwei Tage hier und fühle mich als ob ich durchmeditiert hätte und mir wird klar, dass die Spiritualität ein Teil von mir ist, der mir immer wieder hilft, bei mir anzukommen, mir Kraft gibt und mir hilft meine Themen zu bearbeiten und mich somit persönlich weiterzuentwickeln. In den letzten zwei Jahren habe ich diesen Teil ziemlich vernachlässigt und wollte tatsächlich nicht mehr viel davon wissen. Das lag daran, dass ich nach der letzten Glastonbury Reise im Jahr 2014 (der Bericht dazu findet ihr ebenfalls hier), mich von meinem langjährigen Freund getrennt habe und ein Großteil daran lag, dass ich das Gefühl hatte, dies sei für uns beide richtig und wichtig um „weiter zu kommen“. Davon abgesehen gab es auch das ein oder andere was ebenfalls zu der Entscheidung geführt hat. Aber als einen Monat später der schlimmste Liebeskummer kam, den ich je in meinem Leben erlebt hatte, habe ich dieses Ganze „auf sein Herz hören / persönliche & spirituelle Weiterentwicklungs“- Sache ziemlich verflucht und wollte nichts mehr davon wissen.

Klar, ein bisschen Magie war immer in meinem Leben nach wie vor. Aber nach dem großen Schmerz dachte ich wirklich, dass es vielleicht ein bisschen zu viel davon war. Im Nachhinein, wie das immer so ist, kann ich sagen, dass alles genau so kommt wie es soll und alles gut ist, so wie es ist. Und da war ich nun wieder. Nach einem Umweg von zwei Jahren, den ich mittlerweile als genauso wichtig empfinde, denn manchmal lernen wir aus dem Gegenteil was wir wirklich wollen, was uns wichtig ist und was wir eben nicht wollen, bin ich also wieder an dem Punkt wo ich auch meinen spirituellen Teil wieder in mir willkommen heiße.

Erkenntnis 1: Ich verstecke mich und meine Spiritualität nicht länger. Die Menschen um mich herum müssen mich so nehmen wie ich bin und wenn das nicht passt, dann muss ich gehen.

Das hört sich jetzt ein bisschen schlimmer an als es ist oder war. Es ist nicht so als ob mich jemand wirklich gezwungen hat diese Seite zu unterdrücken. Das kam natürlich bereits vor Jahren aus mir selbst. Aber wenn man unter diesen Umständen Menschen kennen lernt, die mit dem Thema nicht wirklich was anfangen können und wenn man sich dann wieder zu sich selbst bewegt, dann birgt das definitiv ein großes Potential an Konflikten und vor allem in Kombination mit der Hochsensibilität zu Unverständnis.

Am Abend gehe ich wieder hoch zum Tor. Heute ist es relativ windig und es ist nicht sehr viel los. Ich setze mich wieder an die Mauer. Mittlerweile habe ich meinen kleinen Platz gefunden. Kurze Zeit später werde ich von einer Frau angesprochen und gefragt, ob ich ein Foto von ihr machen könnte. Im Gegenzug macht sie eines von mir und wir kommen ins Gespräch. Sie erzählt mir davon, am nächsten Tag in die Grotte der weißen Quelle zu gehen um ein Reinigungsritual zu machen. Dieser Ort war bisher immer durch eine Gittertür verschlossen, doch es hat mich immer dort hingezogen. Der 15. Juli, Tag meiner Krebsdiagnose vor sechs Jahren. Der perfekte Tag für ein Reinigungsritual. Also schließe ich mich ihr an und wir verabreden uns für den nächsten Nachmittag.

Am Abend falle ich selig ins Bett mit einer weiteren, großen Erkenntnis. Alle Menschen, die in meinem Leben sein sollen, werden auch in meinem Leben sein und ich kann nicht dagegen und muss nichts dafür tun. Dass ich Lolita wenige Stunden zuvor auf dem Tor kennen gelernt und dadurch nun die Möglichkeit habe, an meinem besonderen Tag etwas ganz Besonderes zu machen, gibt mir ein unfassbares Vertrauen in diese Erkenntnis. Eine Erkenntnis, die eine große Entspannung mit sich bringt. Nämlich die, nichts tun zu müssen außer mich dem Fluss des Lebens hinzugeben und zu vertrauen.

Samstag, 15. Juli 2017. Der Tag ist trüb, es regenet immer wieder und die Temperaturen sind so bei 15°. Das Wasser in der Grotte soll um und bei 11° haben. Wenn der Unterschied nicht so extrem ist, wird es bestimmt nicht so schlimm werden, denke ich. Trotzdem, ich bin mega aufgeregt und hoffe, dass es nicht allzu schlimm wird. Als der Eingang zur Grotte geöffnet wird, gehen wir erstmal ein paar Stufen nach unten. Es riecht nach feuchten Steinen, einen Geruch den ich schon in den Bergen so geliebt habe. Überall sind Kerzen und Blumen und es dauert ein wenig bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Es gibt zwei Hauptecken, kleine Altare, in den entgegengesetzten Ecken. Wir gehen direkt zu der Ecke, in der ein Bild von Bridget aufgestellt ist. Später stelle ich fest, dass in der anderen Ecke der Hirschkönig ist. Aber der kleine Gang, in dem wir sind, an dessen Seiten jeweils kleine Bänke zum Sitzen sind, scheint vermehrt von den Frauen genutzt zu werden. Wir schließen die Augen, sprechen ein paar Dankesgebete im Geiste und insbesondere ich für meinen Teil versuche mich zu entspannen. Dann öffnen wir die Augen und Lolita fragt mich, ob ich bereit bin: ja, das bin ich.

Wir legen unsere Kleider ab und auch wenn dort noch andere Menschen sind, macht es mir nichts aus nackt dort zu sein. Dieser Ort fühlt sich so heilig und sicher an und außerdem ist es eh mehr als halb dunkel. Es gibt ein großes Steinbecken das mittig im Raum steht. Hinten links ist ein Becken, in das das Wasser aus der Wand läuft, von dort geht es in ein tieferes Becken weiter vorne und von dort dann in das große Becken in der Mitte. Lolita geht vor und hoch zu dem ersten Becken. Ich gehöre wahrscheinlich zu den weniger kälteempfindlichen Menschen was auch gerade Wasser anbetrifft, aber als ich bis zum Bauchnabel im Wasser stehe, fällt mir das Atmen schon schwer. Lolita geht noch einen Schritt tiefer und taucht pllötzlich unter. Dann muss ich wohl jetzt auch. Es ist witzig wie viel man in der Lage ist auszublenden wenn man nicht nachdenkt und einfach sagt „Alles klar, das mach ich jetzt einfach – nicht denken, machen!“. Also gehe auch ich einen Schritt tiefer zu der Stelle wo gerade eben noch Lolita stand, halte den Atem an und lasse ich fallen.

Als ich wenige Sekunden später auftauche, bin ich erfüllt von Adrenalin und wir fallen uns lachend in die Arme und bedanken uns bei uns gegenseitig. Hätte sie mich nicht mitgenommen, wäre ich nicht hier und wäre ich nicht hier, so sagt sie, hätte sie es alleine wahrscheinlich nicht gemacht. Nachdem wir uns wieder angezogen haben, gehen wir erneut zu Bridget, bedanken uns und gehen wieder hinaus.

Lolita macht sie auf den Weg nach Hause. Sie hat eine dreistündige Fahrt vor sich. Ich fühle mich so glücklich, aufgedreht und gleichzeitig ruhig, dass ich Tränen in den Augen habe. Gleichzeitig werde ich etwas wehmütig, da morgen bereits mein letzter Tag hier ist und ich das Gefühl habe, sowas könnte ich auch jede Woche machen. Wie schön wäre es, sich täglich Wasser von der Quelle zu holen, wie es viele Leute dort in der Gegend machen. Zum Sonnenuntergang oder Aufgang hoch zum Tor zu gehen, die magische Atmosphäre des Ortes an dem sich in mir so viel sortiert und zurecht rückt noch länger aufnehmen zu können. Wenn man bereits nach knapp drei Tagen so bei sich ankommt, was würde passieren, wenn man länger an diesem Ort bleibt?

An diesem Tag wechsle ich die Unterkunft und es geht in mein geliebtes Haydn House, in dem ich bereits vor drei Jahren war und in dessen Energie und Besitzer ich mich direkt verliebt habe. Leider war die Unterkunft erst an diesem Tag wieder frei und so hatte ich nur zwei Nächte dort. Dort angekommen ruhe ich mich etwas aus, mache mich dann fertig und gehe mit mir etwas essen. Als Abschluss des Tages, geht es dann noch mal hoch zum Tor und langsam klart das Wetter etwas auf. Langsam schleicht sich eine weitere Erkenntnis ein. Ich bin müde von dem Drama in meinem Leben. Müde von meinem inneren Kind, dass in letzter Zeit so oft bockig oder sauer war, müde von den alten Gefühlen und den Verhaltensmustern die ich mir als Kind angeeignet habe und ich beschließe, damit ist nun Schluss.

Als ich mich wieder auf dem Weg zum Haydn House mache, verweile ich noch auf der letzten Bank die am Fuße des Tors steht, etwas erhöht, so dass man noch über die Stadt schauen kann und bin einfach nur glücklich und dankbar für dieses Leben.

Letzte Tage fühlen sich für mich immer etwas unruhig an und ich versuche, noch mal so viel es geht mitzunehmen von der magischen, heilenden Energie des Ortes. Ich gehe am Vormittag wieder in die Abbey, setze mich diesmal aber nicht an die Stelle, an der ich sonst war, sonder um den Altar bzw. den Bereich, an dem früher der Altar gewesen ist. Und es ist echt spannend, was passiert wenn man mal auf seine Gefühle hört. Ich setze mich, schließe die Augen und habe wieder das Gefühl ein Update zu bekommen. Als ich die Augen wieder öffne ist mir auf eine entspannte Art ziemlich schwummrig, als ob ich gerade aus einem Tiefschlaf erwacht bin. Neben mir steht nun ein Mann, der sich nach einem kurzen Gespräch zu mir setzt und wir meditieren eine Runge zusammen. Es fängt leicht an zu nieseln, doch es fühlt sich erneut an wie eine Reinigung und außerdem hab ich als Norddeutsche eh kein Problem damit nass vom Regen zu werden.

Heute wandere ich noch ein wenig in der Abbey hin und her und verweile schließlich lange unter einem Baum, da der Regen nun doch etwas stärker geworden ist. Schließlich verabschiede ich mich und gehe ein letztes Mal auf den Tor. Mir fallen einige humpelnde Schafe auf, denn aktuell sind auf dem ganzen Berg unzählige Schafe. Am liebsten würde ich ihnen helfen und hoffe, dass es jemanden gibt der sich um sie kümmert. Auf dem Weg nach unten verabschiede ich mich auch von den Schafen und frage mich plötzlich ob die zum Essen hier sind. Nicht die Schafe das Gras, sondern für uns Menschen. Mein Mitgefühl war eh bereits geweckt und der Gedanke, dass diese niedlichen Schafe eventuell irgendwann geschlachtet werden, hat plötzlich wieder den Schalter umgelegt, den ich vor drei Jahren ebenfalls umgeswitched hatte. Und zwar damals von Mitgefühl zu Ignoranz.

Tatsächlich war genau das der Moment, in dem ich die Entscheidung traf, keine Tiere mehr zu essen. Wie kann ich auch mit ruhigem Gewissen Lebewesen essen, die ebenso fühlen und ein Schmerzempfinden habe wie wir und die bestimmt alles andere als geschlachtet werden wollen. Also gab ich den Schafen ein Versprechen und somit allen anderen Tieren „ich werde euch nicht mehr essen.“. Und um es mit den Worten der Haie von findet Nemo zu sagen… nun ja, ein wenig angepasst „Tiere sind Freunde, kein Futter.“.

Nachdem ich den Rest des Tages noch ein wenig in der Stadt verbrachte, ging ich schließlich zurück zum Haydn House und machte mir einen entspannten Abend. Wenn ich Orte oder Menschen verlasse, die mir wichtig sind, merke ich ab einem bestimmten Zeitpunkt wie in mir die Schotten dicht machen und ich umswitche auf „ok, das wars jetzt, tschüss.“. Ich bin nämlich ziemlich schlecht im Abschied nehmen und habe da quasi einen Schutzmechanismus aufgebaut, der mal mehr mal weniger gut funktioniert. Und mit Glastonbury geht es mir ganz genau so. Ich möchte nicht gehen, möchte mich noch tiefer in die Spiritualität und meiner Entwicklung, in mein Heil werden begeben und noch länger diese unfassbare Herzenergie aufnehmen.

Es ist kurz nach fünf am Montag morgen. Mein Bus nach London fährt um kurz nach sechs ab. Es ist ein wunderschöner morgen, mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Auf dem Tisch im Esszimmer steht ein Lunch Paket das mir Sharon, die Besitzerin des Hauses, extra für die Reise gepackt hat. Ich trage mich ins Gästebuch ein und blättere weit nach vorne. Genau genommen drei Jahre in die Vergangenheit. Und dort finde ich mich wieder. Dort hat sich Vergangeheits Julia 2014 bei ihrem ersten Besuch eingetragen. Recht schlicht, nur mit Name und eMail Adresse. Liebevoll denke ich an die Zeit zurück, an alles was passiert ist und sage mir „Das hast du gut gemacht mein Mädchen.“. Dann nehme ich meine Sachen, trete in den Sonnenschein und schließe die Tür hinter mir.

 

 

Zurück zu mir / Glastonbury 2017 Teil 1

Zurück zu mir / Glastonbury 2017 Teil 1

Es ist fünf Uhr Nachmittags und ich sitze im Bus von Bristol nach Glastonbury. Ich bin bereits seit 14 Stunden auf den Beinen und am reisen. Hannover – London – Bristol – Glastonbury. Ich weiß, dass ich quasi von Nordosten mich dem kleinen, schönen Dorf näher und somit irgendwann auch den Tor mit seinem St. Michael Kirchturm sehen müsste. Eine Aufregung überkommt mich und ich werde ganz hibbelig bei dem Gedanken, nach drei Jahren endlich wieder an diesem magischen Ort zu sein, von dem man sagt, dass dort der Übergang zu Avalon gewesen sein soll.

Leider trinke ich viel zu viel und bemerke viel zu spät das dies kein klassischer Reisebus inkl. WC ist. Deshalb versuche ich mich mit den Poscasts von Laura Malina Seiler (unbedingt reinhören!) abzulenken. Als schließlich der Tor (keltisches Wort für Hügel / Berg) in Sicht kommt, bin ich leider zu sehr damit beschäftigt mich zu konzentrieren die letzten Minuten zu überstehen und das einzige was ich denken kann ist „Der sieht noch verdammt weit weg aus.“. Tja, das hätte ich mir irgendwie erhabender vorgestellt.

Als dann die hängenden Blumen an den Straßenlaternen zu sehen sind, geht mir dennoch ein wenig das Herz auf. Ich bin wieder da. Als erstes geh ich zum Italiener auf der anderen Straßenseite, in dem ich vor drei Jahren mit der Reisegruppe gegessen habe und erleichtere meinen Körper um gefühlt einen Liter Flüssigkeit. Danach kann ich aufatmen und den Ort bewusst genießen. Ich laufe mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch den Ort und mache mich auf dem Weg zu dem ersten Gasthaus in dem ich übernachte. Dieses ist das Camelot Retreat. Etwas weiter außerhalb, was in Glastonbury heißt, ca 12 Gehminuten vom Zentrum entfernt.

Dort angekommen werde ich direkt herzlich empfangen und eingeladen eine Runde im Wohnzimmer zu meditieren. Mein Herz rast weil ich gerade meine ganzen Sachen einen Berg hochziehen musste und so nehme ich das Angebot an. Kann ja nicht schaden. Im Wohnzimmer liegt ein riesiger Bergkristall in der Mitte und ich habe direkt das Gefühl, dass mir diese Reise sehr gut tun wird.

Gegen 19 Uhr gehe ich mit einem Paar aus Malaga, welches auch in dem Haus übernachtet, rauf zum Tor. Mein Tempo ist etwas schneller und am Fuße angekommen entschließe ich mich dazu, meinem eigenen Tempo zu folgen, schließlich sieht man sich ja wieder oben. Trotzdem plagt mich mein schlechtes Gewissen. Oben angekommen ist es unerwarteter Weise windstill. Normalerweise weht dort eine steife Brise, wie der Norddeutsche so schön sagt. Ich setze mich an den Turm, schaue Richtung Sonnenuntergang, welcher noch zwei Stunden entfernt ist. Als das Pärchen oben ankommt, geben sie mir eine kleine Packung Kekse, schauen sich um und setzen sich dann an den Rand der Wiese. Und da ist es wieder. Das schlechte Gewissen. Müsste ich mich jetzt zu ihnen setzen? All dies erscheint völlig absurd. Aber das ist der Moment in dem ich realisiere, dass ich aufgrund meiner privaten Situation völlig aus der Balance geraten bin. Ich habe das Gefühl, dass ich mein authentisches ich ziemlich lange versucht habe zu unterdrücken oder zumindest nicht voll auszuleben, was in mir auf Dauer zu einer großen Frustration geführt hat. Ich hab das Gefühl ich müsse mich anpassen, zusammenreißen um akzeptiert zu werden und vor allem hab ich das Gefühl, doch eigentlich längst schon viel weiter zu sein mit diesen Themen. Wie konnte ich solche Rückschritte machen?

Es gibt einen Spruch der lautet wie folgt: „Lache nie jemanden aus, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.“. Nur ist das keine bewusste Entscheidung und ich fühle mich in dem Moment einfach nur verwirrt und traurig. Wie ist es soweit gekommen, dass ich nicht mal mehr weiß, wie man ganz normal mit Menschen umgeht? Ich fühle mich als ob ich in einer Rolle stecke, die darauf gepolt ist, anderen zu gefallen, nett zu sein, interessiert und aufmerksam, auch wenn man sich gerade eigentlich nach etwas anderem fühlt. Damit meine ich nicht, das ich mich manchmal fühle als wolle ich ein Arsch sein, aber manchmal, wie in dem Fall auf dem Tor, möchte ich einfach nur mit mir selbst sein und dann ist es mir zu viel wenn andere dazu kommen. Zu dem Thema Hochsensibilität wird es demächst auch noch mal was von mir geben.

Am nächsten Morgen packe ich meinen Rucksack um den ganzen Tag unterwegs sein zu können. Diese Orte wie Glastonbury sind für mich wie Pilgerstätten und du wirst so viele Inspirationen und Impulse in Form von Gesprächen und Erlebnissen bekommen, dass du nach kürzester Zeit mehr Klarheit über dein Leben hast. Und so startet der Tag mit einem emotional aufwühlendem Gespräch mit der Frau, die gerade auf das Haus aufpasst und sogar deutsch sprechen kann. Ich glaube, dass uns hin und wieder Menschen geschickt werden um uns Botschaften zu übersenden und ihre ist sehr klar, wofür sie sich direkt entschuldigt und sagt, dass sie sich eigentlich nicht so einmischen würde. Manchmal spricht das Universum aus uns zu anderen.

Im Zentrum von Glastonbury angekommen, stöbere ich erst ein wenig und merke schnell, dass ich immer noch extrem unsicher im Umgang mit Menschen bin. Ich hab Tränen in den Augen und frage mich, wie das passieren konnte. Das passt doch eigentlich gar nicht zu mir. Ein Bild das ich vor der Reise im Kopf hatte war, dass ich Stunden im Park der Glastonbury Abbey an einem ganz bestimmten Punkt verbringe, wo die Leylinie (Kraftlinie der Erde) verläuft und einfach nur dort bin. Da ich gerade also eh nicht wirklich bereit für die Welt bin, gehe ich also in die Abbey, lege mich ins Gras, trage meine ätherischen Öle auf und bin einfach nur da.

Ich merke nach kurzer Zeit wie ich ganz ruhig werde. Es fühlt sich an als sortieren sich in mir die Puzzle Teile die ich versetzt habe wieder an die richtigen Stellen. Ich bin überrascht wie schnell das mal wieder an diesem Ort geht. Schon vor drei Jahren habe ich ähnliches erlebt. Gegen Mittag fühle ich mich dann bereit einen Ort weiter zu fahren. Nach Wells. Die kleinste englische Stadt mit einer ziemlich mächtigen Abbey. Ich glaube das ist die größte Kathedrale, nicht von der Höhe vielleicht, aber von ihren Ausmaßen, die ich je gesehen habe. Wenn ihr mal dort hin fahren solltet, ist Wells auf jeden Fall einen Besuch wert. Danach fahre ich zurück nach Glastonbury, hole mir was zu essen und setze mich erneut in den Abbey Park.

Der Wecker klingelt um 4 Uhr morgens. Mit Absicht. Ich möchte den Sonnenaufgang vom Tor aus sehen. Vor drei Jahren hat mir das so viel Kraft gegeben an dem Tag. Als ob die ersten Sonnenstrahlen in Kombination mit diesem Ort meine Batterien voll aufladen würden. Allerdings ist es bewölkt, was meinem inneren Schweinehund sehr entgegen kommt. Ich behalte das Fenster trotzdem im Auge und schlafe nicht noch mal ein. Von Minute zu Minute klart der Himmel weiter auf. Da ich aber von meinem Bett aus den Tor mit seinem Kirchturm sehen kann, beschließe ich mir das Ganze doch vom Bett aus anzusehen. Der Himmel legt an diesem Morgen so richtig los und ein wenig bereue ich es, nicht dort oben gewesen zu sein. Aber immerhin kann ich so sagen, dass ich das Ganze vom Bett aus beobachten konnte. Gegen halb sechs schlafe ich wieder ein.

Nach dem Frühstück packe ich wieder meinen Rucksack um für den ganzen Tag vorbereitet zu sein und mache mich auf dem Weg zum Chalice Well Garten. Da dieser jedoch erst um 10 Uhr aufmacht und es viertel vor ist, gehe ich an der Mauer entlang, biege die nächste Straße links ab und gehe zur weißen Quelle. Dieser, sowie der roten Quelle direkt gegenüber, wird eine Heilwirkung nachgesagt und viele Anwohner kommen regelmäßig mit großen Kanistern an um sich ihren Wochenvorrat an frischem Quellwasser direkt dort zu holen. Die rote Quelle enthält Eisen und schmeckt dementsprechend. Das Wasser der weißen Quelle schmeckt mir persönlich besser und so fülle ich meine Flasche auf, wasche meine Hände und lasse das Wasser über meine Handgelenke und Unterarme laufen.

Zurück im Chalice Well Garten gehe ich relativ zielstrebig auf die etwas höher gelegene Wiese und lege mich ins Gras. Witziger Weise habe ich hier die gleiche Empfindung wie drei Jahre zuvor. Es zieht an meinen Zähnen und ich habe das Gefühl, ich sollte das restliche Amalgan entfernen. Damit hatte ich nach meiner letzten England Reise angefangen, aber dann irgendwann nicht weiter gemacht. Irgendwie scheinen aber ziemlich viele Menschen, auch größere Reisegruppen, unterwegs zu sein, so dass ich relativ schnell den Garten verlasse und noch einmal in den Shop schaue. Dort fiinde ich eine wunderschöne Mondkette, beschließe aber sie mir erst zu kaufen, wenn sie mir bis Sonntag nicht mehr aus dem Kopf geht.

Ich beschließe wieder in die Abbey zu gehen. Dort gibt es auch eine Frauen Kapelle, welche eine ausgesprägte Marienenergie hat. Drei Jahre zuvor wurde dort gebaut und restauriert, heute ist alles frei zugänglich. Also gehe ich runter zu dem Altar und setze mich auf die Bank welche seitlich vor dem Altar ist, schließe die Augen und dann geht es los….

 

 

 

 

Die Vitalstofflüge! Nahrungsergänzung bringt nichts und ist schädlich!

Die Vitalstofflüge! Nahrungsergänzung bringt nichts und ist schädlich!

Das sagen zumindest einige Ärzte. Und denen glaubt man ja, weil sie es ja wissen müssen. Schließlich haben sie sich voll und ganz der Gesundheit des Menschen verschrieben. Haben sie?

Als ich damals mit der Diagnose Brustkrebs vor meinem behandelnden Arzt saß, fragte ich, ob ich irgendetwas tun oder essen könne, damit ich meinen Körper unterstützem kann heil zu werden. „Nein, sie können essen was sie wollen.“, war damals seine Antwort. Das kam mir allerdings komisch vor. Wenn ich Alkohol trinke oder rauche, hat das doch auch einen Effekt auf meinen Körper. Warum sollen also gesunde Sachen keinen Effekt haben?

Also fing ich selber an zu recherchieren. Um die letzten fünfeinhalb Jahre abzukürzen: Krebszellen lieben Zucker. Warum wird einem also nicht geraten, seinen Zucker Konsum einzuschränken? Es gibt diverse Lebensmittel, die eine antikarzinogene Wirkung haben. Warum wird einem nicht geraten, diese zusätzlich zu nehmen? Was hat man denn zu verlieren? Man ist doch schon so weit unten. Schlimmer werden wird es bestimmt nicht, nur weil man anfängt sich gesünder zu ernähren.

In den letzten Jahren habe ich Aufgrund meiner Vorerkrankung natürlich immer geschaut, was ich tun kann um meinen Körper zu unterstützen gesund zu bleiben. Für mich steht die Gesundheit auf mehreren Säulen. Wenn eine weg bricht, mag das noch nicht so schwerwiegen sein. Aber was ist, wenn immer mehr weg brechen? Für mich gehören dazu die Ernährung, Bewegung, das geistige Wohl und das seelische Wohl. Stress ist meiner Meinung nach ein Oberbegriff, der sich auf das geistige und seelische Wohl auswirkt.

Nachdem ich wieder einiges zugelegt hatte, hab ich im März 2016 mich dazu entschlossen, mal so richtig zu entgiften und gleichzeitig abzunehmen und bin dabei auf die Stoffwechselkur gestoßen. Das ist eine homöopatisch unterstütze Ernährungsumstellung. Schaut gerne dazu mal in den entsprechenden Menüpunkt wenn es euch interessiert. Damit der Körper rund laufen kann, muss er vollständig und perfekt versorgt sein. Deshalb nimmt man in der Zeit auch Vitalstoffe zu sich. Das alles führt dazu, dass man bis zu 8kg abnimmt (pro Kur verlier ich persönlich meist um die 7kg) und der  Körper und seine Funktionen wieder in Balance gebracht werden.

Da ich durch „Weil du schön bist“ viel mit Krebspatienten zu tun und natürlich eigene Erfahrungen mit Krebs, Gesundheit und Ernährung habe, tausche ich mich darüber auch oft aus und höre nicht selten, wie Ärzte sagen, dass Nahrungsergänzungen nichts bringen oder sie sogar schädlich sind. Zu dem Thema kann ich erstens folgende Bücher empfehlen:

AFTER CANCER CARE

Risikofaktor Vitaminmangel

Zweitens habe ich meine eigenen Erfahrungen gemacht und kann nur sagen, ich fühle mich besser und fitter als zuvor. Natürlich liegt das auch daran, dass ich nun über 17 Kg weniger wiege. Aber ich habe nach meiner ersten Stoffwechselkur auch aufgehört die Vitalstoffe zu nehmen, da ich dachte „Vitalstoffe möchte ich nicht immr nehmen.“. Aber würdet ihr auch sagen „Ernähren möchte ich mich nicht immer?“. Das wäre doch undenkbar! Nach kurzer Zeit merkte ich, wie meine Leistung, meine Energie wieder abfiel. Ich war ständig müde, brauchte meinen Mittagsschlaf und war ziemlich unausgeglichen.

Mittlerweile nehme ich die Vitalstoffe täglich und war nun gerade bei meinem Heilpraktiker, der mich komplett durchgecheckt hat. Er war sehr erstaunt als er meine Werte sah und sagte „Ui, so gute Werte sind sehr unüblich und sieht man wirklich selten!“. Das hat mich wahnsinnig gefreut, weil es mir auch noch mal den Beweis gegeben hat (unabhängig von meinem Gefühl schwarz auf weiß), dass es der richtige Weg ist und das Vitalstoffe zur aufrechterhaltung gesunder Körperfunktionen unfassbar wichtig sind. Der ein oder andere wird vielleicht denken „aber ich fühle mich ja gar nicht krank“. Weißt du eigentlich, wie gut du dich fühlen kannst? Wozu dein Körper in der Lage ist wenn er rundum versorgt ist?

Achtet aber unbedingt darauf, dass ihr hochwertige Vitalstoffe zu euch nehmt! Nicht selten wird bei der Herstellung gespart und durch eine Warmherstellung gehen die wichtigen Enzyme und Vitamine verloren oder es werden künstliche Füllstoffe benutzt. Manche Präparate sind so günstig, weil sie sehr niedrig dosiert sind (und wer hat schon Lust zwei Packungen Vitamin C am Tag zu schlucken nur um auf seinen Tagesbedarf zu kommen?)

Ein weiterer Wert der sich extrem verbessert hat, sind die Pestizide in meinem Körper. Also die Gifte. Beim letzten Mal (vor der ersten Kur) waren sie im oberen orangen Bereich. Mittlerweile sind sie vollkommen im grünen Bereich. Das Entgiften und Ausleiten durch die Kur und durch die Vitalstoffe klappt also hervorragend!

Und zu guter Letzt noch mal die Frage: Aber wenn die Vitalstoffe so hochdosiert sind, kann man sie dann überdosieren? Auch da habe ich die Ergebnisse vom Heilpraktiker. Ich nehme nun seit Monaten jeden Tag Vitalstoffe und man kann durchaus sehen wenn etwas zu viel im Körper ist. Sie waren bei mir alle im grünen Bereich. Zugegeben, außer das Eisen, der Wert war etwas zu niedrig. Aber da haben wir Frauen eh ja hin und wieder Probleme ;). Das nächste Mal bin ich wieder dort um meine Werte nach der Stoffwechselkur, Ende Februar, zu checken und ich bin sehr gespannt wie das Ergebnis ist!

Sind Vitalstoffe nun also überflüssig oder gar schädlich? Ich glaube, darauf muss ich nicht noch mal eingehen 😉

Warum du „dein eines Ding“ nicht findest…

Warum du „dein eines Ding“ nicht findest…

…vielleicht, weil du zu viele Interessen hast und dich nicht entscheiden kannst? Solche Menschen nennt man auch Scanner Persönlichkeit.

Da ich mich selber zu 100% in der Scanner Persönlichkeit wieder finde, möchte ich euch hier gerne ein wenig von mir und meinen Erfahrungen erzählen. Es wird heutzutage ja viel Bewusstsein geprädigt. Mach dein Ding, finde deine Bestimmung etc. Was ist aber, wenn man dieses eine Ding nicht hat? Wenn es viel zu viele Dinge gibt? Auch bei der nicht so bewussten Bevölkerung ist der klassische Weg mit dem wir meistens aufwachsen „Entscheide dich mit 16 für einen Beruf und mach ihn den Rest deines Lebens.“. Bis vor kurzem hat das bei mir regelmäßig für Verwirrung gesorgt, weil ich mich einfach nicht festlegen kann was „Mein eines Ding“ ist. Daher halte ich es für sinnvoll, euch in diesem Beitrag mal meinen Weg bis hierher zu dem Thema zu schildern. Ich denke, klassischer kann ein Scanner gar nicht sein 😉 Was genau ein Scanner ist, findet ihr direkt auf der Seite unter „Scanner Persönlichkeit“. Wobei euch das nach diesem Artikel wahrscheinlich auch klar sein wird.

Ich hatte bereits früher viele Interessengebiete und konnte mich in diversen Berufen sehen. Glasbläser, Astronom, Archäologe, Paläontologe, Maler, Schauspieler, Tänzer, Sänger, Make-up Artis. Auch merkte ich, dass ich recht gute lernfähigkeit hatte und Dinge die mich interessieren und an denen ich arbeite schnell gut umsetzen konnte.

Als es so langsam in Richtung Berufswahl ging, vielen Schauspieler, Tänzer und Sänger Aufgrund meines kleines Selbstbewusstseins weg. Maler fiel direkt im Kindesalter weg, da man mir sagte ich könne damit erst nach meinem Tod Geld verdienen. Meine kreative Seite gewann dann die Überhand und so entschied ich mich für den Make-up Artist.

Die Musik hatte ich aber nie ganz außer Acht gelassen und wie es das Schicksal so wollte, bin ich seit meinem 21. Lebensjahr mit Musikern zusammen. Das führte zu einem kleinen Bandprojekt, von dem ich damals und heute große Lust hätte es fortzusetzen, dazu, dass ich hin und wieder Gitarre spiele, singe und es eigentlich auch gerne wieder mit Klavier versuchen würde (früher hatte ich  Keyboard Unterricht).

Bereits mit 18 habe ich eine Geschichte geschrieben. Die Story ist immer noch der Knaller. Was als Fanfiction begann und in den Kreisen sehr viel Zuspruch fand, wartet noch immer darauf bearbeitet und veröffentlicht zu werden. Aber hin und wieder schreibe ich sehr gerne und daraus ist dann später ein Online Magazin entstanden. Das wurde allerdings gegen Anfang meiner Krebszeit beendet. Auch wenn ich unsere wenigen Teamtreffen und das arbeiten an neuen Artikeln und Beiträgen geliebt habe, lebe ich meine Schreibliebe mittlerweile alleine auf meinen Seiten in meinen Blogs aus.

Wo wir gerade bei Seiten sind. Mein erster Freund den ich zwischen 16 und 20 hatte ist Programmierer und zeigte mir damals die ersten HTML Programmierungen. Irgendwie fand ich das spannend und hatte Spaß daran mir eine eigene Seite zu erstellen. Daraus entwickelte sich das Wissen, dass mich heute in der Lage sein lässt meine ganzen Websiten selbst zu machen. Zwar ist mein Wissen da begrenzt, aber ich bin immer sehr zufrieden und bastel gerne mal an neuen Layouts.

Das Malen war immer in meinem Leben. Doch so richtig wieder dazu gekommen bin ich während meiner Chemo durch meine Mama, die vorschlug doch mal mit Acryl zu malen. Das mache ich phasenweise bis heute und es ist eine unfassbar tolle, entspannende Beschäftigung.

Ich bin heute immer noch sehr interessiert in den Bereichen Astronomie und Paläontologie. Früher hatte ich ein eigenes Teleskop, was es dann leider nicht mit in die Stadt geschafft hat. Aber ich liebe die Sterne und den Mond und male auch sehr gerne Universen. Es beruhigt und inspiriert mich gleichzeitg, wenn ich Nachts in den Sternenhimmel schaue. Mein Traum ist es, ein Bett unter einer Glaskuppel zu haben und dabei einzuschlafen während über mir der Mond und die Sterne sind.

Dinosaurier finde ich auch noch mit 31 ziemlich cool und ich hätte extrem Lust mal an einer  Ausgrabung teil zu nehmen. Alles was alt ist finde ich super spannend. Daher auch das Interesse an der Archöologie. Mein kleines Projekt in der Hinsicht ist es, den Stuck in unserem Wohnzimmer wieder vorsichtig freizulegen ;) Vielleicht kommt daher auch das interesse an dem Mittelalter. Ich liebe Mittelaltermärkte und bin dort regelmäßig verkleidet mit einem Heerlager übers Wochenende.

Die Schauspiel Karriere schließe ich mittlerweile aus. Wobei ich extrem viel Spaß am Verkleiden habe und das schlüpfen in Rollen somit gerne auslebe (siehe mittelaltern). Und was das Tanzen angeht, habe ich zumindest bei Liedern die mir gefallen permanent Choreografien im Kopf. Glasbläsern schau ich immer noch sehr gerne bei der Arbeit zu und würde es auch gerne noch mal ausprobieren. 

Nach meiner Krebserkrankung kamen dann 2012 die Echthaarbänder und Weil du schön bist zu meinem beruflichen Weg dazu. Durch meine Erfahrungen und die damit verbundene Entwicklung (nicht nur durch die Krebserkrankung sondern auch durch private Schicksalsschläge), bekam ich schließlich einen Zugang zur Spiritualität und habe sowohl eine Ausbildung in Auraarbeit als auch zum spirituellen Lebensberater gemacht. Zustäzlich habe ich einen Kurs bei Doreen Virtue im Kartenlegen besucht. Erstaunlich wie genau die Karten häufig sind!

Im Jahr 2014 habe ich mir eine Auszeit in meiner Herzheimat Weinheim genommen und mir in dem Jahr viele Fragen gestellt. Witziger Weise hab ich zu dem Zeitpunkt viel Ed Sheeran gehört und dachte “Krass. Der hat so sein eines Ding und das zieht der einfach durch bis er erfolgreich ist.”. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch eine Auszeit aus der Make-up Branche und nach über zwei Jahren Weil du schön bist hatte ich das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Also machte ich diverse Tests a la “Finde deine Bestimmung”. Es kam dann immer sowas raus wie “Ich möchte reisen und unterwegs sein” und trotzdem natürlich Geld verdienen. Damals machte das für mich keinen Sinn, im Gegenteil. Ich war regelrecht verzweifelt weil ich einfach nicht wusste was mein Ding ist. Die eine Gabe die ich habe, auf die ich mich konzentrieren kann und damit mega erfolgreich werde. Diesen Test habe ich bis einschließlich Mitte 2016 regelmäßig gemacht. Ohne Ergebnis, wie ich dachte.

Ich wollte Menschen inspirieren in vielerei Hinsicht und sie dazu motivieren ihren Weg zu gehen. Das habe ich eh schon immer gemacht. Mit Menschen geredet und Pläne geschmiedet wie Menschen ihre Träume leben konnten und das tun was sie wirklich wollen. Gleichzeitig wollte ich aber auch reisen. Weil du schön bis und die Arbeit als Make-up Artist sind ja aber auch ganz schön und schon stand ich wieder da… Mit tausend Ideen und Dingen, aber es fehlte noch irgendwas. Ich hatte das Gefühl ich muss erst etwas erfahren oder kennen lernen bis sich der Kreis schließt und alles zusammen kommt und Sinn ergibt.

In den letzten zwei Jahren machte ich also hin und wieder den Test und sammelte einige Lebenserfahrungen. Es passierten so viele Dinge, dass es gefühlt schon wieder 5 Jahre waren.

Im Herbst 2016 habe ich dann von dem “Träume leben! – Konzept” gehört und da es machte “AAAAH!” und ich spürte ein großes innerliches Lächeln in mir. Da war also der fehlende Teil der es mir ermöglichen würde, mein Leben so zu gestallten wie ich es wollte und mir die Zeit gab, viele meiner Interessen nachzugehen und gleichzeitig finanziell abgesichert zu sein.

Relativ zeitgleich las ich dann das erste Mal von der Scanner Persönlichkeit und plötzlich ergab alles auch einen Sinn. Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach meinen Ding und bin nicht mal auf die Idee gekommen, dass es für manche Menschen normal ist viele Dinge zu machen, zu können und Spaß daran zu haben.

Plötzlich fühlte ich mich nicht mehr anders, sondern wusste, es gibt noch mehr Menschen denen es genauso geht wie mir. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit und das man selbst ok ist, gab und gibt mir ein große Entspannung! Wer möchte sich schon isoliert und alleine fühlen? Deswegen finde ich es so wichtig meine Geschichte mit euch zu teilen und dafür zu Sorgen, dass es, was den Lebensweg angeht, zwei Unterschiedliche Typen gibt. Den Scanner und den Taucher (jemand der sich auf eine Sache konzentriert und diese bis zur Perfektion macht –  jemand der also sein eines Ding hat). Aber wenn ein Scanner auf der Suche nach seinem einen Ding ist, wird er einfach nur ratlos und frustriert zurück bleiben.

Also lade ich euch ein, diesen Beitrag gerne mit euren Freunden zu teilen und somit für ein wenig Aufklrungsarbeit in dem Bereich zu sorgen. Gerne tausche ich mich mit euch auch per Mail darüber aus 🙂

Wie die Natur 10 Jahre Schulterschmerzen lindert!

Wie die Natur 10 Jahre Schulterschmerzen lindert!

Da ich gestern eine krasse Erleuchtung hatte und das Ganze echt spannend ist, möchte ich euch hier mal wieder einen Teil meiner Geschichte erzählen.

Ich habe seit 10 Jahren Schulterschmerzen. Wenn ich sie viel belaste, wird es doller. Teilweise so doll das ich Nachts davon aufwache. Ich war damit natürlich schon zu Begin vor Jahren beim Arzt und habe auch diverse Hausärzte dazu befragt. Es wusste niemand so genau was das ist. Spritzen haben nicht geholfen. Der Orthopäde meinte ich soll Ibus nehmen um aus der Schonhaltung zu kommen. Ich habe mich überhaupt nicht ernst genommen gefühlt und irgendwann resigniert.

In diesem Jahr wurde es dann wieder echt schlimm. Ich habe diverse Ibus am Tag geschluckt. Teilweise 2x 800er (Da ich mir regelmäßig den kleinen Zeh breche, habe ich immer einen kleinen Vorrat^^). Selbst die haben nicht geholfen. Die Mutter meines Freundes hatte Tabletten und ein Gel speziell für Gelenksachen. Verschreibungspflichtig. Nicht geholfen. Es war so schlimm das es selbst tagsüber im normal Zustand ohne Belastung und Nachts weh tat. So sehr, dass ich davon aufgewacht bin. Ich bin dann zum Chiropraktiker gegangen. Ende September das erste Mal und isgesamt dann ungefähr 4 Mal. Ich glaube das war grundsätzlich schon ganz gut und ich denke das werde ich auch weiter machen. Unfassbar was man für Blockaden hat. Aber deutlich besser ist es in der Zeit nicht geworden. Der Chiropraktiker sagte mir auch schon, dass es muskulär sei und nicht das Gelenk an sich ist. Außerdem mussten wir die komplette Wohnung streichen (103qm plus Küche und Flur) und das war immer genau die Bewegung die ich eigentlich nicht richtig ausführen kann. Ich musste teilweise abrechen vor Schmerz und Überlastung.

Das letzte Mal war ich am 28.10. beim Chiropraktier und danach direkt beim Orthopäden und wurde geröngt. Das Gelenk ist tatsächlich in Ordnung. Also scheint es, so wie auch eben schon der Chiropraktier sagte, was mit den Muskeln zu sein. Zwei Wochen später denke ich „Komisch, jetzt wo du nicht mehr beim Chiropraktiker warst wird es besser“.

Gestern, weitere 1,5 Wochen später, fällt mir auf, dass es besser ist, nachdem ich ca. 3 Wochen bereits den Zellschutz (eines der wichtigsten Nahrungsergänzungen überhaupt) und den Vitamincocktail genommen habe (alles hochdosiert, auf natürlicher Basis). Zusätzlich habe ich vor zwei Wochen wieder mit der Stoffwechsel Umstellung begonnen und nehme daher noch zwei weitere Präparate. Eines der beiden ist für super für die Gelenke und Muskeln. Es ist noch nicht komplett weg, sprich, wenn ich meinen Arm unnatürlich verrenke merke ich noch was. Aber es ist gefühlt um 80% besser geworden! Zusätzlich habe ich unregelmäßig meinen tollen Roller mit ätherischen Ölen (ebenfalls höchster Standard)  auf der Schulter benutzt. Ich bin ja ein riesen Duft und somit Öle Junkie^^ Dazu habe ich auch schon was auf meiner Seite geschrieben >>>Weil du schön bist Ätherische  Öle <<< Ihr glaubt gar nicht was für eine Erlösung das gerade ist. Ich male wieder sehr viel, was eigentlich sonst immer ungünstig war weil es eben genau die Bewegung ist. Aber es wird nicht schlimmer! Wer chronisch starke Schmerzen hat, wird wissen wovon ich reden.

Wer zu den Ölen oder Vitalstoffen Fragen hat oder sie auch gerne probieren möchtet, kann mir gerne eine Nachricht schreiben. Was ich gerade so toll finde ist, dass ich keine Chemie nehme und offensichtlich die natürlichen Sachen mehr gebracht haben als 800er Ibus, Spritzen und Gelenkgele und Tabletten. Ich bin ganz begeistert! Durchschlafen ist auch mal wieder toll 😉

Wie viele Verletzungen kann ein Mensch ertragen?

Wie viele Verletzungen kann ein Mensch ertragen?

juliesSchoenheit_024Ich glaube, dass ich schon mehrere Leben gelebt habe. Oft möchte meine neugierige Seite mehr davon wissen. Ich frage mich dann, ob meine Gedanken, Gefühle und Vermutungen stimmen, die ich zu vergangenen Leben habe. Diese blöde spirituelle Amnesie. Es ist einfach alles ausgelöscht, was wir zuvor erfahren haben. Die Menschen die wir geliebt haben, die Dinge die wir gelernt haben. Alles weg. Dabei wäre es doch so gut von ihnen profitieren zu können.  Das machen wir in diesem Leben doch auch. Wir machen Erfahrungen und daraus ergeben sich gewisse Handlungen und Reaktionen und hin und wieder optimieren wir und handeln, nachdem wir eine sogenannte schlechte Erfahrung gemacht haben, anderes als zuvor.

Doch es ist alles weg. Die Sachen die uns wichtig waren. Unsere große Liebe der wir geschworen haben sie in anderen Leben wieder zu finden…. und der Schmerz. Einfach weg…..

Welch‘ Erlösung. All die Verletzungen wurden ausradiert. Und ich bin dankbar dafür.

Ich bin 31 und habe jetzt schon das Gefühl keine weitere, größere Verletzung mehr ertragen zu können. Ich weiß, es werden noch viele kommen. Insbesondere die Verletzungen die man davon trägt wenn geliebte Menschen gehen. Sei es durch den Tod oder weil sich das Leben, Dinge, Menschen permanent verändern und es manchmal einfach nicht mehr passt. Natürlich war mein Leben nicht nur voll von Schmerz. Aber ich glaube, dass es doch etwas intensiver war und ist als so manch anderes Leben. Mittlerweile sagen sogar Freunde zu mir „Mensch, du lebst aber auch echt fünf Leben gleichzeitig.“ Und genau so fühlt es sich an.

Aber wer denkt, Verletzung könne nur von außen kommen, irrt. Jeder der sich mit spirituellen Themen beschäftigt wird nun sagen „Verletzung kommt nur von innen. Niemand hat die Macht dich zu verletzen wenn du es nicht annimmst / zulässt“. Alle die sich nicht mit spirituellen Themen beschäftigen: damit ist nicht körperlicher Mißbrauch gemeint.

Wir glauben von uns selbst immer „gut“ zu sein und „das Richtige zu machen“. Ich wage mal zu behaupten das so ziemlich die meisten Menschen nicht denken „ich bin böse, deswegen kack ich jetzt mal jedem richtig ans Bein“. Im besten Fall schließt man seinen Bauch und sein Herz in Entscheidungen mit ein und versucht das Ego und das kleine, verletzte Kind in uns von diesen auszuschließen und bei allem sehr liebevoll zu bleiben. Doch selbst wenn man dann Entscheidungen aus diesem Zustand heraus fällt, oder glaub es aus diesem Zustand heraus zu tun, bedeutet das nicht, dass niemand verletzt wird und erst recht nicht, dass man sich nicht selbst aus versehen verletzt.

Ich habe gerade alte Zeilen und Konversationen gelesen. Eigentlich nur ein paar Sätze daraus. Danach musste ich abbrechen, da sich plötzlich in meiner Brust ein so großer Schmerz ausbreitete, dass ich es kaum ertragen konnte. In diesem Fall nicht, weil ein Mensch gemein zu mir war. Sondern weil ich zu einem Menschen abweisend war und ich in dem Moment dachte, es sei so liebevoll es eben geht und auf jeden Fall das Richtige. Das Leben verändert sich und gegen Veränderung sollte man sich nicht wehren. Alles passiert aus einem Grund und alles ist gut so wie es ist. Diese Floskeln glaube ich tatsächlich und halte sie für wahr. Absurder Weise weiß ich, dass ich damals gar nicht anders handeln konnte. Was nach meinem Glauben widerum was mit den Rollen zu tun hat, die wir manchmal füreinader spielen um uns z.B. unseren unverarbeiteten Schmerz aufzuzeigen und den anderen bestenfalls zum Wachstum und zur Weiterentwicklung anzustupsen…. oder zu schubsen.

Jeder Mensch handelt in jedem Moment so gut er eben kann. Das mag aus Sicht des einen sehr gut oder auch weniger gut sein. Ich habe ebenfalls immer versucht alles so gut zu machen wie es nur geht und muss jetzt feststellen, dass es nicht gut genug war. Was mich zum nächsten großen Punkt bringt. Vergebung. Nicht nur für andere. Sich selbst zu vergeben ist wohl eine der schwersten Lektionen im Leben. Vielleicht ist das aktuell der einzige Weg aus dem Schlamassel von Verletzungen in dem wir stecken. Das innere Kind heilen, Vergebung und wirklich bedingungslos lieben lernen und liebevoll miteinander zu sein. Vielleicht ist das der einzige Weg um die ganzen Verletzungen zu überleben…. bis zum nächsten Leben.

Bis wir uns aber alle selbst geheilt und vergeben haben und super, mega erleuchtet, klug und weise sind, können wir vielleicht anfangen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass wir alle hier auf einer Reise sind und immer so gut handeln wie es uns in dem Moment möglich ist. Das bedeutet nicht, dass wir alles hinnehmen sollen weil „die Person es ja so schwer hatte und sich selbst noch nicht geheilt oder ihr Ego noch nicht überwunden hat (wer hat das im übrigen schon)“. Aber ich bin für mehr liebevolle, bewusste Kommunikation. Sich hinzusetzen und zu sagen „Hör mal, dass hat mich verletzt weil es in mein Muster rein gehauen hat, dass ich nichts kann“ oder „Da hast du total die Stimme meiner Eltern gespiegelt“ oder vielleicht auch „Ich hab keine Ahnung was mit mir los ist, warum ich so reagieren, aber dein Verhalten löst bei mir folgendes aus.“

Damit werden wir natürlich nicht Verletzungen durch den Tod geliebter Menschen mildern oder gar verhindern können, aber doch sehr häufig Verletzungen durch Kontaktabbrüche und im Falle von Trennungen ein liebevolles Verständniss für den anderen entwickeln können. Auch wenn es sich nur um kurze Begegnungen handelt, finde ich eine offene, ehrliche Kommunikation nicht nur erstrebenswert, sondern unfassbar spannend, da es einem ein so großes Gefühl von Freiheit und Klarheit gibt. Wenn wir dann alle in der Lage sind, unser Ego und die Ängste zu erkennen und weniger darauf zu hören bzw. diese zu be- und verarbeiten, dafür mehr auf unser Herz und unsere Intuition hören, unser kleines, inneres Kind heilen und offen  und liebevoll miteinander kommunizieren – ich glaube, dass ist der Moment wo wir Frieden haben werden. Innen und außen.

 

Wie der Ozean

Mein Herz, und wenn du fragen würdest, was ich ich für dich empfinde, so würde ich sagen, dass ich dich liebe und diese Liebe wie der Ozean ist. So tief und still und an der Oberfläche wild und leidenschaftlich. Wo die Wellen das Land berühren, ist er verspielt voller Euphorie und Lebensfreude. Dieser Ozean ist immer da. Zwar kann ich mich von ihm abwenden, auf das Land zubewegen, wandern und mich in Berge verlieben. Doch der Ozean wird bleiben, gleich wie weit er entfernt zu sein scheint.

In diesem Ozean fühle ich mich zu Hause und frei. Darf sein, wer ich bin und muss nicht versuchen zu fliegen obwohl ich lieber schwimmen mag. Dort bin ich pur und klar und lebe liebevolle Klarheit. Es ist alles und gleichzeitig viel mehr als ich mir je erträumt hätte.

Lang ist es her, dass ich diesen Ozean das erste Mal erblickte, doch es spannte sich ein schwarzer Vorhang zwischen mir und dem Meer. Ich dachte, der Ozean sei verschwunden und das er nur in meiner Einbildung existierte. Dabei hätte ich nur hinter den Vorhang schauen müssen um zu erkennen, dass er eine Illusion ist und das Meer immer noch da. Doch vor Schmerz und Trauer wand ich mich ab und ging auf das Land zu.

Ich ging auf Berge, durch Wälder und wanderte über das Land und ab und zu dachte ich an den Ozean. Ich lebte und liebte und auf meiner Reise fand ich schließlich zur mir. Neugierig, ob es den Ozean nicht doch gibt, ging ich wieder auf ihn zu. Ich erwartete den Vorhang. Doch die Zeiten sind stürmisch und so wurde der Vorhang vom Wind davon getragen und gab den Blick frei auf das Meer.

Zaghaft wage ich mich ins Wasser und genieße die Frische und das Gefühl der Freiheit. Doch springen und tauchen werde ich nicht, denn du mein Herz bist nicht frei. Vielleicht ist deine Wanderung noch nicht vorbei und es wird noch eine Zeit dauern ehe du zu unserem Ozean zurückkehrst. Voller Vertrauen, denn ich weiß nun dass es dich und das Meer gibt, genieße ich die Wellen, die Euphorie und Lebensfreude an den Strand tragen. Und sollte ich noch mal an Land gehen und mich in Berge verlieben, so werde ich doch stehts wissen, dass du da bist und mit dir der Ozean und vielleicht  werden wir uns eines Tages wieder sehen.

Und sind wir dann frei und du fragst mich, was ich für dich empfinde, so werde ich dir antworten, dass ich dich liebe und dass diese Liebe wie der Ozean ist.

Beziehungsende

Beziehungsende

10923636_1585695351668108_918098092787516186_oWie schön, dass ich in den letzten drei Jahren so viel lernen durfte. Aufs Herz hören ist wichtig. Loslassen auch. Hab ich alles auch das ein oder andere Mal schon mehr oder weniger gut hinter mir. Und jetzt wo es wieder soweit ist, finde ich es einfach nur blöd. Ich finde es blöd, dass ich mich nicht selber verarschen und meine Gefühle ignorieren kann. Ich finde es blöd, meinem Lieblingsmenschen aus den letzten fünf Jahren sagen zu müssen, dass sich bei mir bzw. bei uns etwas verändert hat und ich das Gefühl habe, dass es für uns beide besser ist getrennte Wege zu gehen. Muss das auch immer bedeuten, dass man sich nicht mehr sieht? Ich finde den Satz „Freunde bleiben“ gar nicht so doof wie anscheinend ein großer Anteil der Gesellschaft. Immerhin ist es genau das, wohin sich die Beziehungen oftmals entwickeln. Und wie schön ist das denn bitte? Wenn man nicht im Streit sondern in Freundschaft auseinander geht.

Ich erinnere mich daran, wie ich im Januar gefragt wurde, ob wir nur noch Freunde seien und wie ich daraufhin abgegangen bin. Das war das erste Mal, dass ich mich gefragt habe ob wirklich alles ok ist. Warum sollte ich auf etwas so anspringen, wenn alles „cool“ ist. Doch den Gedanken habe ich so schnell weg geschoben wie er gekommen war. Weg, weg, weg, Ist doch Quatsch. Dann kamen immer wieder Momente, in denen der Gedanke auftauchte. Und natürlich sofort wieder weg geschoben wurde. Wie konnte ich nur sowas absurdes denken.

Dann tauchten plötzlich immer wieder Spannungen auf, die wir vorher so nicht kannten und an einem besonders intensiven Tag habe ich bei einem Gespräch in meiner bockigen Resignation einfach den Satz fallen lassen, dass unsere gemeinsamen Aufgaben (von denen wir diverse in den letzten Jahren hatten) vielleicht auch einfach vorbei und wir nur noch Freunde sind. Und an diesem Tag stürmten die Gedanken mit voller Wucht wieder in mein Bewusstsein. Zusammen mit einer Blaskapelle die diesmal nicht so einfach zur Seite zu schieben war. Ich weinte und weinte und konnte mich an dem Tag nicht mehr einkriegen. Ich merkte, dass ich anfing, ihn verändern zu wollen. Und dies ist niemals ein gutes Zeichen für eine Beziehung.

Kurze Zeit später bekam ich eine klare Ansage, dass er sich nicht verändern ließe, egal was ich davon halte. Bums. Wieder ein Level abgeschlossen in der Lektion Selbstliebe und ich merkte plötzlich, wie sich in mir etwas auflöste. Der Drang ihn verändern zu wollen war weg und ich dachte „Ahhhh, so ist das also, wenn man dem einen eine Seelenlektion verpasst und es sich dann auflöst“. Dann war ja nun alles wieder bestens. High Five. Wir sind ja wohl mal wieder die geilsten!

Ein paar Wochen gingen ins Land. Plötzlich überkam mich eine solche Sehnsucht, ein solches Vermissen, dass ich mich zusammen reißen musste um nicht in Tränen auszubrechen, wenn wir uns verabschiedeten. Einige Tage dachte ich, dass sei ein Zeichen dafür, dass wir wieder zusammen ziehen sollten. Ein anderer kleiner Gedanke war, ob dies eventuell die Trennungswehen sind. So ein Blödsinn. Weg. Weg, weg weg…. Ich bin verliebt und vermisse meinen Freund. Alles andere ist Quatsch.

Und plötzlich fängt dieser Gedanke auch noch an in mir von einem Samen zu einer Pflanze heranzuwachsen. Wie Efeu. Es rankt sich überall hin und das ziemlich schnell. Offenbar ist das so mit Gefühlen, welche wichtig sind und einen wieder auf den „Plan des höheren Selbst“ bringen sollen. Wenn das so weiter geht, bin ich bald ein botanischer Garten.

Ich verstehe, warum viele es nicht wagen diesen Gedanken auszusprechen. Ich habe es ebenfalls lange nicht getan (von meinem bockigen Anfall einmal abgesehn). Zuerst ist der Gedanke, dann das Wort und dann die Tat. Würde ich darüber reden und es aussprechen, wären wir schon bei der zweiten Energie. Und was stell ich mich eigentlich so an? Er sieht gut aus, ist witzig, ein Künstler, ein toller Mensch und ich hab irgendwelche Gefühle die daraufhin deuten, dass wir nur noch befreundet sind und das für unser Wachstum die Beziehung beendet werden muss. Ich hätte am liebsten eine Telefonnummer zum Universum, dass den Überblick über mein Leben hat und das ich fragen kann, ob ich die Gefühls Hieroglyphen richtig gedeutet habe. Wenn nicht, dann wäre das nämlich echt ziemlich blöd.

Dann sehen wir uns drei Wochen nicht. Wir sind beide auf Reisen. Das wird uns gut tun. Und vielleicht hat sich das Thema dann endlich erledigt, weil ich vielleicht die Info bekomme (in Form von Gefühlen), dass durch die Reise genug Wachstum vonstatten gegangen ist und jetzt alles wieder so weiter gehen kann wie vorher. Meine Reise hat bei mir selbst auch ihre Spuren hinterlassen (Die Berichte findet ihr hier ebenfalls auf der Seite). Ich bin plötzlich so voll von mir selbst, dass ich nichts und niemanden mehr vermisse. Ok, so ganz stimmt das nicht. Ich vermisse die Küste Süd Englands. Aber ich hab ein solches Vertrauen in mich und in das Leben und so viel Klarheit, dass ich mich mittlerweile als Beobachter der Beziehung sehe. Ich habe bereits eine gewisse Distanz gewonnen und möchte jetzt wirklich wissen was dahinter steckt. Doch dazu muss ich ihn sehen.

Meine letzte Hoffnung schwindet am Flughafen.

Mein Herz weiß was zu tun ist. Das Ego hat mal wieder Angst. Doch ich habe auch aus der Vergangenheit gelernt. Standhaft bleiben. Auf sein Gefühl hören. Dann der Satz „Also sind wir kein Liebespaar mehr?“. Wir sind in der Öffentlichkeit auf dem Weg zu einem ruhigeren Ort und ich versuche die Tränen des Loslassens zurück zu halten. Bei diesen endgültigen Worten wird meine Stimme dünn und unnatürlich hoch „Nein.“ Eine letzte Umarmung. Ein Gedanke. Ich liebe dich. Nur eben nicht mehr auf der gleichen Ebene. Er geht rechts in die Straße. Ich geradeaus weiter. Tränen strömen über mein Gesicht. Ich weiß, dass ich diese wundervolle Seele nicht zum letzten Mal sehe. Mein Ego kommt ein letztes Mal hoch „Loslassen und Veränderung sind scheiße.“. Doch ich sehe auch die Liebe in der Situation und den neuen Horizont der dieser Abschied mit sich bringt. Ein Auto fährt an mit vorbei mit dem Aufdruck „Engel“ und wenige Minuten zuvor habe ich eine Frau mit einer Tasche gesehen, welche Engelsflügel aufgedruckt hatte. Alles ist wie es soll. Obwohl ich den Plan meines höheren Selbst an dieser Stelle für absoluten Mist halte. Aber ich weiß auch, dass wir erst mit etwas Abstand erkennen, wofür die Dinge die geschehen gut sind. Und so gebe ich mich voll hinein in den Fluss der Veränderung und stelle erstaunt fest, wie ich jede Emotion, jedes Gefühl, so traurig und schmerzhaft es ist, sehr genieße. Meiner kleinen masochistischen Seele gefällt das sehr!

Wir räumen den Stadtpark auf!

Wir räumen den Stadtpark auf!

Müll in die Natur zu werfen ist uncool. Liegen lassen irgendwie auch.

Wenn man bei einem kleinen Nachmittagsspaziergang eine kleine Mülltüte und gegebenenfalls Handschuhe dabei hat und einfach mal das aufsammelt was man sieht und wenn das auch noch mehrere Leute auf einmal machen, dann sollte der Stadtpark in 1,5 Stunden ein gutes Stück sauberer sein.

Das dankt euch nicht nur die Natur und die Tiere, welche eventuell das ein oder andere Stück Müll mit Futter verwechseln, sondern auch ich und alle Stadtparkbesucher!

Wie sieht es mit deinem Selbstwert aus? Bist du dir soviel wert, dass du in einer sauberen Umgebung sein willst? Dann sei dabei am 31.01.15! Geh entweder alleine, mit Freunden oder treffe dich mit mir um 13 Uhr am Eingang Saarlandstraße bei dem runden Dingsi.

Ich freu mich über jeden, den ich am Samstag mit einer kleinen Mülltüte im Park treffe!

Hier geht es zur Facebook Veranstaltung: Wir räumen den Stadtpark auf!